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„Rondo“ a la styria vereint Ökologie und Betriebskostenminimierung

Schöck Isokorb ermöglicht energieeffiziente Architektur

In Graz realisierte der Architekt Markus Pernthaler eine anspruchsvolle Vision. Der sanierungsbedürftige Komplex Marienmühle wurde in ein anspruchsvolles Wohn- und Geschäftsprojekt, das „Rondo", umgesetzt. Der Schöck Isokorb trägt mit der Reduzierung der Wärmebrücken zu einem wirkungsvollen Energiekonzept bei.

Ziel war es, den städtischen Umraum am rechten Murufer im Einzugsgebiet des Hauptbahnhofs durch eine städtebauliche Zeichensetzung aufzuwerten, die nicht nur ästhetisch neue Wege beschreitet, sondern auch ihren Benutzern außergewöhnliche Qualitäten zu bieten hat. Neben vier luxuriösen Penthäusern gibt es 14 Maisonetten zu 125 m2 und 42 Wohnungen zu je 93 m2. Zur gewerblichen Nutzung werden unterschiedliche Größenordnungen zwischen 200 und 500 m2 angeboten. Auch Künstlerateliers werden genutzt. Die Wohnungen des Projektes Marienmühle bieten durchgehend hohe Qualitätsstandards in Raumangebot und Ausstattung.

Ruhezone im Grünen
Die Wohnbebauung umschließt schützend die erhaltene Parkanlage. Vom Mühlgang durchflossen bildet dieser Grünbereich eine Ruhezone mitten in der Stadt. Zu dieser Ruhezone hin öffnen sich die Wohnungen und Büros mit großen Verglasungen, Balkonen und Loggias. „Das Projekt Marienmühle hat eine ehrgeizige urbane Vision verfolgt und auch erreicht", sagt Markus Pernthaler. „Wir haben eineinhalb Jahre in die Projektentwicklung gesteckt und erfreulicherweise ist dann auch alles so umgesetzt worden." Es entstand ein Baukomplex, der Strategien des avancierten städtischen Wohnbaus optimiert und die speziellen Qualitäten des ehemaligen Mühlstandorts nutzt.

In einer Zeit der belastenden Immissionen „müsse man als Architekt und Planer einfach städtebaulich lernen, trotzdem hochqualitatives Wohnen ermöglichen", so Pernthaler. Dazu dient im „Rondo" auch eine vorgespannte, lichtdurchlässige Membrane. „Sie hat sowohl eine Lärm- und Staubschutz-Funktion und eine Lärmdämpfung um 22 dB gebracht" erklärt der Architekt. „Und sie war auch gegen Schlagregen ein perfekter Schutz".

Mehrstufiges Energiekonzept
Hervozuheben ist auch ein modernes Energiesystem. Es inkludiert ein energiesparendes Belüftungskonzept, das in der warmen Jahreszeit für eine Teilklimatisierung des gesamten Komplexes sorgt. Zum Energiekonzept diente auch der Einsatz von Schöck-Elementen aus der Isokorb®-Serie. „Im modernen Mobilbetonbau ist der Einsatz von Isokörben eine technisch gute Möglichkeit für die Vermeidung von Wärmebrücken im Hinblick auf Energieeffizienz ", sagt der Grazer Rondo-Architekt Markus Pernthaler. Sie erlauben viele konstruktive Varianten, die Errichtung von Wohnbauten auf dem gewünschten Niveau zu organisieren und bringen dabei viele Vorteile. Dem System stehen mehrere Energiequellen zur Verfügung, die sich wechselseitig sinnvoll ergänzen: Abwärme aus dem weiterhin betriebenen Kleinkraftwerk sowie ein neun Meter tiefes Erdregister der ehemaligen Mühl-Speicher zur Luftkühlung und moderne Vakuum-Hochleistungs-Kollektoren.

Parkgaragenkonzept reduziert Autoabgase
Eine Minimierung der PKW-Emissionen gelingt durch den Einsatz eines modernen Park-Automaten. Dabei wird das Auto in einer gläsernen Garage auf Paletten geparkt und in ein viergeschossiges Stapelsystem übernommen und man erzeugt keine Abgase, die sonst beim Durchfahren einer Tiefgarage zwangsweise auftreten. Auch ermöglicht diese Art des Garagenbetreibens eine bessere Nutzung der vorhandenen ersten Parkebene. Damit werden die Vorteile einer zentralen städtischen Wohn- und Büroanlage mit einem großzügigen Begrünungs- und Emissionsprogramm verbunden, bestehende Gartenanlagen sinnvoll genutzt und Akzente in Sachen Ökologie und Betriebskostenminimierung gesetzt.

Sturmsichere Membranfassade
Der neue Bau bildet eine dynamische Kurvenform, die durch das optisch bestimmende Element des Projektes - eine vorgespannte transluzente Membran aus Polycarbonatstegplatten - noch unterstrichen werden sollte - und auch wieder wird.
Denn ein kleiner Wermutstropfen in der Erfolgsgeschichte war ein heftiger Sturm namens „Paula", der auch in Graz tobte und im Jänner 2008 die Membranfassade teilweise zerstörte. Die Problematik im Hintergrund: Die Anlage war, wie in der Bauvorschrift definiert, auf 100 km/h Sturmgeschwindigkeit gebaut, der Sturm hatte aber 140 km/h. „Man muss in der Planung künftig zweifellos berücksichtigen, dass sich die Verhältnisse ändern", sagt Pernthaler. Die Folge daraus ist nun eine neue Membranfassade, die im 1 Quartal 2009 montiert wird und dann Spitzengeschwindigkeiten über 180 km/h aushalten wird.