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Temperaturfaktor f

Der Temperaturfaktor beschreibt die wärmedämmende Qualität von Außenbauteilen und ist ein Kennwert um die Gefahr von Schimmelpilzbildung an einer Konstruktion abschätzen zu können.

Definiert ist der Temperaturfaktor fRsi als Temperaturdifferenz zwischen raumseitiger Oberflächentemperatur und Außenlufttemperatur (θsi – θe) bezogen auf die Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenluft (θi – θe):

Formel_2

Mindestanforderung nach ÖNORM B 8110-2
Die Mindestanforderung für den fRsi-Wert dient zur Vermeidung von Schädigungen der Bausubstanz durch Tauwasserausfall. Hierfür gilt:

fRsi > 0,71

Entweder können Wärmebrücken nach Wärmebrückenkatalogen ausgebildet werden oder es muss ein fRsi > 0,71 an der ungünstigsten Stelle der Konstruktion nummerisch nachgewiesen werden.

Der fRsi-Wert ist ein relativer Wert und hat somit den Vorteil, dass dieser nur von der Konstruktion der Wärmebrücke, und nicht wie θsi von den angesetzten Außenluft- und Innenlufttemperaturen abhängt. Der Temperaturfaktor besitzt den Wert f=1, wenn die minimale raumseitige Oberflächentemperatur θmin der Raumlufttemperatur entspricht und f=0 wenn sie der Außenlufttemperatur entspricht (siehe Abbildung 12).

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Bauphysik

Bauphysik-Handbuch Grundlagen des Wärmeschutzes

pdf, 635,98 KB (16.07.2015)
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